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SPÄTBERUFUNG

Die Geschichte über die Karriere von Dime ist alles außer Klischee. Dort ist kein Schreiten auf die bequemen, getrampelten Pfaden, keine Routine in der Edukation, keine allgemeinen Stellen über die ersten Schritte, keine Mistifikationen über die professionellen Diszipline, keine konventionellen Episoden oder Anekdoten zu sehen. Im Gegenteil war das ein eigenartiger und schmerzlicher Pfad, der spät angefangen, lang zurückgelegt wurde, der Pfad, der mit dem Glauben an sich selbst und seine Musik und – vor allem – mit der unauslöschlicher Leidenschaft zum Singen erfüllt ist. (…) Und wenn irgendwas in dieser Geschichte erkennbar wäre, wäre das die Matrize über die spät Berufung, die Geschichte von einem Künstler, der seine Begabung, und das authentische Bedürfnis sie zu veräußern relativ spät entdeckt hat, an sie leidenschaftlich herangegangen ist, der seine Begabung schnell entwickelte und ihr für immer treu geblieben ist. 

PROLOG

(…) Die Zeit, die diesem Moment vorkam, war im Leben von Dime mit sehr großer Zahl von verschiedenen Aktivitäten, im unglaublichen Diapason von den lebendlichen und sehr herausfordernden bis zum geistlos konventionellen – von dem jugendlichen Drang nach der Bühne und dem Ausflug in der Welt des Dramenspiels (mit einigen kleineren Rollen auf der professionellen Szene, einschließlich auch einigen von den größten Theater in Belgrad), und kleineren kaufmännischen und Barmannarbeiten – bis zur erfolgreichen Beamtenarbeit auf dem Verkauf von Versicherungspolicen. (…) Diese Jahren des scheinbaren Wanderns verließen jedoch einen wichtigen Spur: zusammen mit der eingeborenen Musikbegabung und kräftigen Ausdrücksfülle, als auch mit der durch die Sängerfortbildung erworbene Technik, wurde dieser Spur zur Qualität von der Bedeutung – der Umfang der Lebenserfahrung und das Kennen der Menschennatur bereicherten die Interpretation von Dime, indem sie in seine Interpretation die Verständnistiefe und eine komplexere Emotivität hineingebracht haben.

TOSCANA 1993

(…) Der Mittelpunkt in Dimes künstlerischer Ausbildung und Enwicklung stellte die Begegnung und Arbeit mit Gaettano Bardini, dem berühmten italienischen Tenor der älteren Generation, dar. Dime begab sich auf den Weg in das Unbekannte nach Toscana im März 1993: mit der großen Begeisterung, aber mit dem dünnen Budget, das kaum für nur ein Paar Wochen des Aufenthalts und Training genug war. Die Interesse des Bardini, seine pädagogische Haltung und Großherzigkeit haben aber sehr schnell jede Unsicherheit dieser Art abgewiesen – die Monate der intensiven, unaufhörlichen Arbeit und Freundschaft erfolgten. Die Bekanntschaft mit dem alten Meister, die Erinnerung auf seine Gastfreundschaft und – besonders – auf den übergebenen Teil seiner unübersehbaren Kenntnisse und Erfahrungen stellen der unschätzbare Wert in der künstlerischen Biographie von Dime dar. Außer dem, das am wichtigsten ist – der ersten Geheimnisse des Belcantogesangs – bekam er von Bardini noch etwas, auch wertvolles: das Bewußtsein über die Dornigkeit des Pfades, auf den er sich begab. (…)

DER ERSTE ÖFFENTLICHE AUFTRITT IN ITALIEN

Nach der soliden Erfahrung, die auf den zahlreichen Solokonzerten auf die Szenen in Belgrad (vor allem in den Raumen von großer Reputation im Bereich der Kammermusik, als Pavillon „Cvijeta Zuzorić“, Gallerie SANU (Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste), National- und ethnographisches Museum…) erworben ist, hatte Dime sein erster internationaler öffentlicher Auftrit auf Sizilien im 1997. Unter den Anerkennungen von Fachleuten und Ermutigungen von Kollegen hallten am kräftigsten die Worte der Unterstützung vom Professor Cattaldi Tassoni wider: „ Du mußt das größte technische Niveau erreichen… so ein Niveau, daß dein Singen europäisch solid – gut ist.(…) Ob du ein großer Sänger sein wirdst, weiß niemand: kein Sänger war groß, bis er das geworden ist!“ Dime hat diese Worte gut im Gedächtnis behalten. (…)

FRÜHLING 1999

(…) Noch ein wichtiger, vielleicht auch Hauptschritt vorwärts in der Edukation/Karriere von Dime waren die Lehrstunden mit Olivera Jovanović, Schülerin von der berühmten Biserka Cvejić, die in den kurzen Abständen zwischen den Luftangriffen von NATO, in den schweresten Tagen seiner Heimat, abgehalten waren, als sich die Musik mit den Sirenen und Explosionen der auf Belgrad fallenden Bomben mischte. (…) Gute Folge dieser Arbeit brachten neue, noch reifere Auftritte und Erfolge, zusammen mit den Konzerten im Nationaltheater in Belgrad. (…)

EIN AUSFLUG IN DIE POPULÄRMUSIK

Die Teilnahme auf dem Festival der Populärmusik Sunčane skale 2002 (Die Sonnenskalen) in Herceg Novi mit dem Duettlied Šta ću tebi ja“ (Wofür brauchst du mich“ ) war nicht nur das Beispiel dafür, wie ein mehrjähriges Phänomen aus der Musikszene der Welt (der Trend von gemeinsamen Auftritten der Künstler aus dem Bereich der Populär- und ernsten Opernmusik) auch in diese Gebiete geriet, sondern auch der Nachweis dafür, daß die Stimme und Timbre von Dime keinen Menschen gleichgültig lassen. Noch eine Bestätigung dafür stellt auch der Titel des besten Duetts für das Jahr 2002/2003 dar, den mit diesen Lied Dime und Džo (Popsänger der Gruppe „Noćne ptice“ (Nachtvögel)) gewonnen haben.

DIE GEWÄHRLEISTUNG FÜR DIE ZUKUNFT

(…) Am Ende sollen wir die Aufmerksamkeit einem Paradox schenken: Die bisherige Karriere von Dime stellt gleichzeitig die Geschichte von einer kräftigen künstlerichen Entwicklung, einem positiven Prozess dar, der aber, zufällig oder nicht, mit dem Jahrzehnt der Destruktion sich deckte, der die gequälte und am Ende auch zerstörte serbische Gesellschaft während des letzten Jahrzehntes voriges Jahrhunderts ausgesetzt war. Die ersten Jahren dieses Jahrhunderts – und der neue Schwung dieses künstlerischen Entwicklungsprozesses – brachten mit sich die größten Früchten der bisherigen mühsamen Arbeit und Fortbildung. Und noch wichtiger: Die Perspektive der weiteren Entwicklung und neuen Erfolge, als Beweis, daß der Fall Dime nicht nur eine eskapistische Suche nach der Rettung von der Finsternis der neunzigen Jahren in seiner Umgebung darstellt. Sei die Gewährleistung dieser Vision die Worte die Vinko Šale, einer der engsten Freunden des berühmten Tenors, Mario del Monaco, gesagt hat, als er das Singen von Dime hörte: „Nie habe ich etwas ähnliches gehört. (…) Worauf wartest du? Nach Italien, in die Welt!

 

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